Menschen & Halbgötter
Menschen
Menschen sind die häufigste intelligente Spezies der Erde. Da sie von der Dimension der Götter getrennt leben, besitzen die meisten nur ein begrenztes Verständnis der göttlichen Welt. Dennoch bilden sie die wichtigste Grundlage göttlicher Macht, denn ihr Glaube und ihre Verehrung nähren die Götter.
Verehrung
Verehrung ist eine der wichtigsten Quellen göttlicher Macht. Je stärker ein Gott verehrt wird, desto größer werden seine Kräfte und sein Einfluss auf die Welt.
Bereits der bloße Glaube an die Existenz der Götter stärkt diese. Noch wirkungsvoller sind Gebete, Opfergaben und religiöse Rituale. Opfer können in vielen Formen dargebracht werden, etwa durch Feuer, Räucherwerk, Tieropfer oder in extremen Fällen sogar Menschenopfer. Dabei zählt weniger die Wertigkeit einer einzelnen Opfergabe als deren Häufigkeit und die Anzahl der Verehrer. Ein Gott, der täglich von Tausenden Menschen angebetet wird, gewinnt deutlich mehr Macht als einer, dem nur selten geopfert wird.
Nicht alle Götter beziehen ihre gesamte Macht aus Verehrung. Einige schöpfen zusätzlich Kraft aus den Konzepten oder Elementen, die sie verkörpern. So wird Apollo auch durch Licht gestärkt, Aphrodite durch Liebe und Ares durch Krieg. Der Verlust von Gläubigen wirkt sich daher auf jeden Gott unterschiedlich stark aus.
Götter sind grundsätzlich in der Lage, Gebete zu hören und darauf zu reagieren, auch wenn sie dies nicht immer tun.
Besonderheit: Im Olymp existieren für die großen 12 Olympier auch 12 Opferfeuer, an denen messbar ist, wie groß die Verehrung ist. Ist die Flamme, klein, so sinkt die Verehrung und andersherum. Erlischt die Flamme vollständig, ist die Macht des Gottes entweder zerstört oder der Gott selbst ist verstorben. Die Göttin Hestia nimmt bei Opferfeuern dabei eine zentrale Rolle ein, denn sie verstärkt diese.
Gunst
Die Gunst eines Gottes ist ein göttlicher Segen, der einem Menschen besondere Fähigkeiten oder Vorzüge verleiht. Sie kann Einzelpersonen, Gruppen oder sogar ganzen Städten gewährt werden.
Je nach Gott zeigt sich diese Gunst auf verschiedene Arten, z.B.:
- Eine Gunst des Ares äußert sich in gesteigerter Kampfkraft
- Eine Gunst der Aphrodite bewirkt, dass man schöner und anziehender wirkt
- Die Gunst des Apollo fördert künstlerische oder musikalische Begabungen
Menschen, die unter göttlicher Gunst stehen, altern häufig langsamer und erreichen ein höheres Lebensalter als gewöhnliche Sterbliche. Man vermutet aufgrund der Nähe zum Göttlichen.
Die Gründe für die Verleihung göttlicher Gunst sind vielfältig. Manche Sterbliche erhalten sie als Belohnung für große Verdienste, andere erregen aus unbekannten Gründen die Aufmerksamkeit eines Gottes.
Göttliche Gunst muss jedoch nicht immer ein Segen bleiben. Sie kann sich in einen Fluch verwandeln oder mit einer Einschränkung verbunden sein. Das bekannteste Beispiel ist Kassandra von Troja, die von Apollo die Gabe der Weissagung erhielt, jedoch dazu verdammt wurde, dass niemand ihren Prophezeiungen Glauben schenkte.
Auch göttliche Wesen wie bspw. Nymphen oder Athanathoi sind imstande göttliche Gunst zu erhalten.
Relikte
Relikte sind magische Artefakte göttlichen Ursprungs. Sie ermöglichen Sterblichen den Zugang zu Kräften, die ihnen normalerweise verwehrt bleiben.
Die Macht eines Relikts kann stark variieren. Während schwächere Artefakte lediglich einzelne Fähigkeiten verleihen, sind die mächtigsten Relikte in der Lage, ihren Träger auf eine Stufe zu heben, auf der sie selbst für Götter zu ernstzunehmenden Gegnern werden.
Halbgötter
Halbgötter sind Nachkommen eines göttlichen und eines sterblichen Elternteils. Sie vereinen die Eigenschaften beider Welten und nehmen eine Sonderstellung zwischen Menschen und Göttern ein.
Vererbung
In den meisten Fällen ist das göttliche Gen das dominantere. Das bedeutet ein Halbgott wird fast immer Kräfte seines göttlichen Elternteils erben. Nur in seltenen Fällen bleibt ein Halbgott/-göttin völlig menschlich.
Die Verbindung zwischen Gott und Kind ist bis heute nicht vollständig verstanden. Viele Berichte deuten jedoch darauf hin, dass göttliche Eltern das Wohlergehen ihrer Kinder über weite Entfernungen hinweg wahrnehmen können.
Göttliche Fähigkeiten
Halbgötter verfügen von Natur aus über übermenschliche Eigenschaften.
Zu ihren häufigsten Merkmalen gehören:
- größere Ausdauer
- erhöhte körperliche Stärke
- schnellere Regeneration
- längere Lebensspanne von bis zu 150 Jahren
Ihre Aura ist beträchtlich schwächer als die der Götter, dennoch können sie so erspüren, wenn ein Gott nahe ist. Auf normale Menschen wirken sie dadurch auf unerklärliche Weise schöner, stärker und anziehender.
Die Macht eines Halbgottes hängt stark vom Rang seines göttlichen Elternteils ab. Kinder der Olympischen Zwölf besitzen in der Regel ein bedeutend höheres Potential als die Nachkommen niederer Gottheiten. Besonders die Kinder von Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Hestia und Hades gelten als außergewöhnlich mächtig.
In den seltensten Fällen ist es möglich, dass ein Halbgott sogar die Stärke eines Gottes erreicht, wie beispielsweise Theseus oder Herakles.
Ein Halbgott wird niemals die vollständige Palette an Kräften seines Elternteils erben. Stattdessen manifestiert sich meist nur ein Teilaspekt der jeweiligen Domäne. So können Kinder des Zeus beispielsweise Blitze erzeugen, aber möglicherweise nicht fliegen oder sich in einen Adler verwandeln.
Unabhängig von ihren individuellen Kräften besitzen Halbgötter stets eine natürliche Affinität zu den Bereichen ihres göttlichen Elternteils.
Unsterblichkeit
Halbgötter sind sterblich. Das bedeutet sie können an Altersschwäche, Krankheiten und anderen Wunden sterben. Dennoch sind sie widerstandsfähiger als normale Menschen.
Ein Halbgott kann Unsterblichkeit auf zwei Arten erhalten:
1. Durch den Beschluss des göttlichen Rates der 12
2. Durch einen goldenen Apfel der Hesperiden
Ein paar Ausnahmen existieren dennoch, z.B. durch eine zweite Geburt (Dionysos) oder göttliche Wiederbelebung (Asklepios). Solche Ereignisse gelten jedoch als außergewöhnliche Ausnahmen und folgen keinen allgemein bekannten Regeln.