Bestiarium
Eine Erläuterung der Wesen in der griechischen Mythologie von A - Z.
Alle die mit einem * gekennzeichnet sind, sind nicht oder nur begrenzt bei uns spielbar.
Cerberos/Kerberos* - dreiköpfiger Höllenhund, der die Unterwelt bewacht
Er kann seine Gestalt in einen schwarzen, normalen Hund (mit drei Köpfen) wandeln, oder aber mehrere Meter groß werden. Er ist imstande Seelen sowie Götter zu verschlingen.
Chimära* – Mischwesen aus Löwe, Ziege und Schlange
Diese Wesen haben einen Feueratem oder können Gift speien.
Daimonen – Personifikationen
Daimonen (daimones) sind keine „Dämonen“ im modernen, bösen Sinn, sondern personifizierte Kräfte, Zustände oder Einflüsse, die zwischen Göttern und Menschen stehen. Sie verkörpern Dinge wie Glück, Leid, Begierde, Angst oder Schicksal, also das, was das Leben lenkt, ohne immer sichtbar zu sein. Oft haben sie keine feste Form und schiwrren beinahe unsichtbar durch die Welt, um ihre Funktion auszuüben. Wenn sie sich sichtbar machen, wirken sie jedoch schattenhaft. Sie erscheinen menschenähnlich, aber dennoch „nicht ganz real“. Ihr Aussehen ist an ihre Funktion angepasst (z. B. entweder düster oder strahlend etc.). Daimonen sind keine vollwertigen Götter, sind um einiges schwächer als sie und lassen sich beispielsweise durch spezifische Zauber leicht fernhalten. Sie agieren nur sehr selten im Offensichtlichen. Daimonen werden in den meisten Fällen aus Göttern geboren.
Drakōn (Drachen) – Riesige Schlangen- oder Drachenwesen
Drachen haben einen enormen Wächterinstinkt gegenüber Objekten oder Personen. Je nach Art können sie Gift, Feuer oder Eis speien. Ihr schuppenüberzogener Körper macht die äußere Haut beinahe undurchdringlich. Sie haben scharfe Klauen und spitze Zähne sowie echsenartige Augen. Diese Wesen sind sehr alt und ehrwürdig, haben eine starke Aura und werden selbst von Göttern gefürchtet. Sie sind extrem langlebig (mehrere tausend Jahre), aber nicht völlig unsterblich.
--> Drachen können sich in eine menschliche Form wandeln, behalten dabei aber immer ein gewisses animalisches Verhalten. Dadurch können sie sich jedoch auch mit Göttern paaren.
Empousai – Dämonische Nachtwesen
Empousai sind nächtliche Jäger, die ihre Opfer durch Täuschung und Verführung in Sicherheit wiegen, bevor sie ihnen die Lebenskraft entziehen. Ihre wahre Gestalt hat fahle Haut, schwarze Augen und spitze Zähne. Sie treten selten in ihrer wahren Gestalt auf, sondern können temporär die Gestalt von schönen Nymphen annehmen.
Erinnyen (Furien) – Rachegöttinnen (spielbar nur nach Absprache)
Die Erinnyen bestrafen moralische Vergehen und lassen ihren Opfern keine Ruhe. Sie jagen nicht physisch, sondern psychisch. Schuld, Reue und Wahnsinn sind ihre Waffen, bis ihr Ziel daran zerbricht.
Giganten* – Uralte Riesen
Giganten sind Verkörperungen uralter Naturgewalten und stehen in direktem Gegensatz zu den Göttern. Sie handeln zerstörerisch, oft wie Naturkatastrophen in lebendiger Form. Die meisten von ihnen wurden in der Gigantomachie vor 5000 Jahren besiegt. Einige wenige lauern noch an den Außengrenzen des Olymps, verstecken sich in Vulkanen, Meeren oder Bergen.
Gorgonen – Wesen mit Schlangenhaaren
Gorgonen sind imstande ihre Opfer mit nur einem Blick zu lähmen. Ihre wahre Erscheinung ist zugleich abschreckend und faszinierend, wodurch sie sowohl gefürchtet als auch gemieden werden. Die berühmteste Gorgone war Medusa.
Harpyien – Geflügelte Frauenwesen
Harpyien sind schnelle, aggressive Jäger aus der Luft, die Chaos bringen und ihre Opfer ohne Vorwarnung greifen. Sie können einen schrillen Laut aussenden, der ihre Opfer verwirren kann. Viele besitzen eine inhärente Bosheit. Nur selten sind sie anderen Wesen gegenüber gut gesinnt.
Hekatoncheiren* – Hundertarmige Riesen
Hekatoncheiren sind nahezu unaufhaltsame Kriegsmaschinen, deren schiere Masse und Anzahl an Gliedmaßen sie zu perfekten Zerstörern machen. Sie handeln selten eigenständig und werden oft als lebende Waffen eingesetzt. Es existieren nur noch wenige von ihnen.
Hydra* – Mehrköpfige Schlangenbestie
Die Hydra ist eine gefürchtete Bestie: Ihr Körper ist widerstandsfähig und ihr Gift tödlich, selbst für Götter.
Ichthyokentauren – Meereszentauren mit Fischschwanz
Ichthyokentauren verbinden die Kraft von Zentauren mit der Anpassung an das Meer. Sie bewegen sich mühelos durch Strömungen und gelten als Wächter von Küsten und verborgenen Meeresregionen.
Moiren – Schicksalsgöttinnen (spielbar nur nach Absprache)
Die Moiren stehen außerhalb normaler Machtstrukturen und bestimmen Anfang, Verlauf und Ende eines Lebens. Ihre Eingriffe sind selten direkt, aber unumkehrbar.
Oneiroi – Traumgeister
Oneiroi bewegen sich zwischen Realität und Traum und beeinflussen Wahrnehmung, Erinnerungen und Emotionen im Schlaf. Sie sind schwer greifbar und oft nicht eindeutig gut oder böse.
Pegasos* - Eine geflügelte Pferdeart
Pegasoi sind imstande, sich frei zwischen Himmel und Erde zu bewegen. Manche von ihnen besitzen eine tiefe Verbindung zu den Elementen und können diese beeinflussen. Ihre elementare Verbindung zeigt sich oft an ihrem Aussehen. So können Feuer-Pegasoi z.B. eine feurige Mähne und leuchtende Augen besitzen. Generell sind sie große, anmutige Pferde mit mächtigen Schwingen. Ihre Lebensspanne ist sehr lange. Pegasoi lassen sich nicht besitzen oder kontrollieren. Nähe entsteht nur aus freiem Willen – Zwang oder Druck führt dazu, dass sie sich entziehen oder vollständig verschwinden. Wer jedoch ihr Vertrauen gewinnt, begegnet einem sehr loyalen Wesen.
Phönix* - mächtiger Feuervogel
Ein Phönix ist ein übernatürlicher Vogel mit rotgoldenem Gefieder, dessen Körper in Feuer getränkt ist (bei Aktivierung der Feuerform). Diese Wesen sind unsterblich: Wenn es stirbt, schlüpft aus seiner Asche einer neuer, ausgewachsener Phönix. Sie sind sehr, sehr selten und daher sehr begehrt als Haustier bei den Göttern. Doch sind sie sehr sensible Wesen; ihr Vertrauen zu gewinnen ist extrem schwer. Alle fünfhundert Jahre können sie ein goldenes Ei hervorbringen, das Unsterblichkeit verleihen kann.
Satyr - Mischwesen aus Tier und Mann.
Satyren sind
hauptsächlich männliche Wesen, die körperliche Eigenschaften von Tieren ausweisen. Entweder haben sie Eselsohren, Hörner, Pferdeschwänze, Ziegenbeine oder alles zusammen. Satyren werden oft als "rustikal" bezeichnet, da sie die Natur den Menschen und Städten vorziehen. Sie sind anfällig für Genuss, Ablenkung und Übertreibung. Ähnlich wie Nymphen sind sie langlebig, aber nicht unsterblich. Sie besitzen gesteigerte Sinne, erhöhte Ausdauer und viele von ihnen haben eine Affinität zu Musik und Natur. Satyren haben ein starkes Traditionsgefühl - Wissen wird oft über Generationen weitergegeben, genauso wie die Verehrung einer bestimmten Gottheit. Satyren sind überaus loyal, wenn sie sich an eine Gottheit binden.
Sirenen – Verführerische Gesangswesen mit dem Körper von Vögeln
Sirenen sind imstande durch Stimmenmagie und Illusionsmagie andere Wesen zu beeinflussen. Jeder, der ihren Gesang hört, wird von ihnen magisch angezogen. In ihrer wahren Form haben sie den Körper eines Vogels, d.h. Flügel und/oder Vogelbeine. In ihrer menschlichen Form haben sie unnatürlich schöne, „perfekte“ Züge (fast zu glatt) sowie feine Feder- oder Schuppenstruktur an Haut/Haar.
Sirenen sind Menschen oftmals feindlich gesinnt. Sie sind Meister in Verführung. Eine echte Verbindung zu ihnen ist kaum möglich, denn sie spielen mit Nähe und Liebe.
Tritonen - halb Mann, halb Fisch
Sie werden auch als die Satyren der Meere bezeichnet. Sie fungieren oft als Wächter von Unterwassertempeln des Poseidon. Sie haben meist leicht schimmernde Augen und sind generell sehr attraktiv. Sie können sich temporär auf Land menschliche Beine zulegen, müssen allerdings nach einer gewissen Zeit in eine Wasserquelle zurückkehren.
Zentauren – Mischwesen aus Mensch und Pferd
Zentauren gelten als geborene Jäger und Kämpfer, besitzen jedoch – je nach Individuum – auch ein tiefes Verständnis für Natur, Heilkunst und Sternenkunde. In ihrer wahren Form haben sie den Oberkörper eines Menschen und den Körper eines Pferdes. In ihrer menschlichen Form bleiben dennoch Merkmale bestehen: eine ungewöhnlich aufrechte, gespannte Haltung, ein kraftvoller Gang, gelegentlich leicht verlängerte Eckzähne oder eine „zu intensive“ körperliche Präsenz. Zentauren sind Menschen gegenüber oft misstrauisch und wirken schnell grob oder unnahbar. Sie leben nach eigenen Regeln, fern von städtischer Ordnung. sie schwanken zwischen kontrollierter Zurückhaltung und impulsiver Wildheit. Wer ihr Vertrauen gewinnt, begegnet jedoch einer überraschend loyalen und schützenden Seite.
Zyklopen – Einäugige Riesen
Zyklopen sind imstande, enorme physische Stärke mit handwerklicher oder sogar göttlich anmutender Schmiedekunst zu vereinen. Ihre Werke – Waffen, Rüstungen, Artefakte – sind oft von übernatürlicher Qualität. Ihr einzelnes Auge steht sinnbildlich für ihren Fokus: Sie sehen die Welt klar, aber einseitig. In ihrer wahren Form sind sie riesenhafte Gestalten mit nur einem Auge in der Mitte der Stirn. Durch einen Illusionszauber können sie jedoch ein zweites Auge erschaffen, das sie menschlicher aussehen lässt. Zyklopen denken in einfachen, klaren Strukturen und haben wenig Verständnis für komplexe Emotionen oder soziale Feinheiten.
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