Nymphen
Nymphen stehen in der Hierarchie unter Olympiern und Titanen. Sie werden oft gleichgesetzt mit Halbgöttern, da ihre Lebensspanne
begrenzt ist. Sie können einige hundert Jahre alt werden, sind jedoch nicht unsterblich. Es sei denn, ihre Eltern sind zwei vollwertige Götter, wie zum Beispiel die Okeaniden.
Nymphen sind
hauptsächlich weiblich; die Verbindung aus Nymphe und Satyr kann jedoch eine männliche Nymphe hervorbringen, der in dem Fall dann auch Merkmale beider Elternteile aufweist (z.B. Ziegenohren).
Auch Nymphen kann man Verehrung entgegenbringen. In diesem Fall steigt ihre Macht und ihre Lebensspanne.
Während manche Nymphen völlig unabhängig sind, dienen andere spezifischen Gottheiten (z.B. Demeter - Wiesennymphen, Dionysos - Mänaden, Artemis - Waldnymphen).
Charakterliche Eigenschaften
Nymphen sind eng mit den Kräften der Natur verbunden und treten selten allein auf. Sie leben oft in kleinen Gruppen oder losen Gemeinschaften, meist gebunden an einen bestimmten Ort wie Wälder, Quellen oder Berge. Sie sind gesellig, verspielt und stark aufeinander abgestimmt.
Trotz ihrer Leichtigkeit sind Nymphen keine harmlosen Wesen. Ihre Verbindung zur Natur macht sie empfindlich gegenüber Störungen, und wer ihr Gebiet oder ihre Gemeinschaft bedroht, spürt schnell ihre andere Seite. Nähe und Zugehörigkeit sind für sie zentral, sie definieren sich weniger als Individuen, sondern als Teil eines größeren Ganzen. Ausnahmen wie die eher feindlich gesinnten Eschennymphen existieren jedoch durchaus.
Überblick Nymphenarten
Es gibt viele Arten von Nymphen, die Einteilung hierbei ist oft recht fließend. Die Najade einer örtlichen Quelle konnte beispielsweise auch die Dryade des großen Baumes sein, der an ihrem Ufer wuchs.
Man kann sie lose in folgende Gruppen unterteilen, basierend auf ihren Elementen:
Wassernymphen
Allgemeine Fähigkeiten: Wassernymphen haben die spezielle Fähigkeit unter Wasser atmen zu können. Außerdem haben sie Einfluss auf ihr Element.
- Okeaniden: Töchter der mächtigen Titanen Okeanos und der Thethys. Da sie von Titanen abstammen, zählen sie zu vollwertigen Gottheiten, werden aber dennoch auch als Nymphen interpretiert, da sie an Wasserquellen leben.
- Najaden: Nymphen der Süßwasserquellen, darunter Quellen, Flüsse, Bäche, Brunnen und Springbrunnen. Viele wurden von lokalen Flussgöttern geboren.
Spezielle Fähigkeiten: Heilung durch Wasser, Reinigung, Segnung oder Verfluchung von Gewässern
- Haliai: Nymphen der Küste. Sie sind die Geister der Tiefe, der Wellen, der Fische, der Küstenhöhlen, der Sandstrände, der Felsen und der Kieselküsten. Die meisten von ihnen sind Töchter von Meeresgöttern.
Spezielle Fähigkeiten: Beeinflussung von Meereslebewesen, Wellen- und Strömungsbeeinflussung, Schutz von Seefahrern
- Nereiden: Nymphen des Meeres.
Spezielle Fähigkeiten: instinktive Navigation im Meer, Beeinflussung von Meereslebewesen, Wellen- und Strömungsbeeinflussung, Schutz von Seefahrern
Baum- und Waldnymphen
Allgemeine Fähigkeiten: Waldnymphen sind eng mit den Wäldern verbunden und können daher schon meilenweit Eindringlinge merken, wenn diese ihr Territorium betreten. Sie haben Einfluss auf die Erde.
- Dryaden: Nymphen der Bäume, Wälder und Haine. Einige Dryaden sind gleichzeitig auch Najaden (Wassernymphen), die über die Bäume wachten, die an ihren Quellen oder Bächen wachsen. Andere sind Oreaden (Bergnymphen), die mit den in den Höhenlagen wachsenden Tannen und Eschen verbunden sind.
Dryaden sind generell etwas wilder als Wassernymphen, da sie territorialer über ihre Gebiete sind.
Spezielle Fähigkeiten: Bestimmung des Zustandes der Bäume, Einfluss auf Baumwachstum, extrem gute Tarnung im Wald, natürliche Kletterfähigkeiten, Kommunikation durch Bäume
- Hamadryaden: Dryaden, dessen Leben an einen spezifischen Baum gebunden sind. Oft findet man sie an geheiligten Hainen. Diese Art von Nymphe lebt so lange wie ihr Baum und kann daher viel älter werden als andere Nymphen. Verletzt man den Baum, verletzt man auch die dazugehörige Nymphe. Ebenso wird sie geschwächt, falls sich Natur und Bodenbeständigkeit ändert.
Spezielle Fähigkeiten: wie Dryaden + Bestimmung des Zustands ihres Baumes, Langlebigkeit
- Oreaden: Nymphen, die auf Bergen, in Grotten oder Höhlen leben. Diese Art von Nymphe ist sehr widerstandsfähig und oftmals etwas weniger freundlich. Meist tragen sie Namen, die mit dem Berg, auf dem sie leben, übereinstimmen.
Spezielle Fähigkeiten: können selbst auf großen Höhen atmen, extrem widerstandsfähig, wenig temperaturempfindlich, benötigen weniger Nahrung & können Schätze in Bergen aufspüren, natürliche Orientierung in Gebirgen
- Meliaden (auch: Meliai): Besondere Berg- bzw. Baumnymphen, die über Ebereschen wachen (Eschennymphen). Sie stammen von Gaia direkt ab und sind weitaus langlebiger als Wassernymphen. Aus dem Holz dieser Bäume lassen sich Waffen fertigen, das Harz und die Früchte sind giftig, selbst für Götter. Doch bewachen sie diese Bäume meist mit ihrem Leben, daher ist es schwer sich ihnen zu nähern.
Spezielle Fähigkeiten: wie Dryaden + Bestimmung des Zustands ihres Baumes, Langlebigkeit
-Melissai: Nymphen der Honigbienen, die von der Nymphe Melissa abstammen; es gibt nur wenige von ihnen.
Spezielle Fähigkeiten: Ihr Honig hat eine unglaubliche Heilfähigkeit und kann Essen oder Trinken magisch anreichern.
Wiesennymphen
Allgemeine Fähigkeiten: Diese Nymphen haben einen starken Einfluss auf Pflanzen & deren Wachstum
- Epimeliden: Weidennymphen, die die Herden von Rindern, Ziegen und Schafen versorgen, die auf ihren Weiden grasen. Sie sind gleichzeitig auch die Nymphen der Obstgärten.
Spezielle Fähigkeiten: Einfluss auf Weidentiere (z.B. mehr Milchproduktion, gute Laune)
- Limoniden: Nymphen der blühenden Auen und Wiesen
- Anthusai: Nymphen der Blumen
Himmelnymphen
Allgemeine Fähigkeiten: Diese Art von Nymphen können fliegen und haben Einfluss auf Wind/Luft.
- Nephelai: Nymphen der Regenwolken
- Aurai: Nymphen der kühlen Brisen. Sie sind Töchter des Boreas (des Nordwinds).
- Hesperiden: Nymphen der Sonnenauf- und -untergänge. Sie sind Töchter von Hesperos, dem Abendstern. Den Hesperiden untersteht die Obhut über den Baum mit den goldenen Äpfeln, welche Unsterblichkeit verleihen.
- Asteriai: Nymphen der Sterne. Die meisten sind Töchter des Titanen Atlas, darunter die Plejaden und die Hyaden.
Unterweltnymphen
Die Lampaden sind die Nymphen der Unterwelt, oft auch als die „Fackel tragenden“ beschrieben. Oft sind sie im Gefolge der Göttinnen Persephone und Hekate zu finden. Viele Nymphen der Unterwelt sind Töchter der Unterweltsflüsse, manche wenige von ihnen sind jedoch migrierende Nymphen aus der Oberwelt, die sich für ein Leben in der Unterwelt entschieden haben. Ihre Erscheinung ist oft blasser als die normaler Nymphen, da sie wenig natürliches Sonnenlicht haben.
Spezielle Fähigkeiten: können Seelen sehen und sie begleiten; können ein hell leuchtendes Licht erzeugen, das den Weg weist; können ihre Gestalt 'durchsichtiger' machen, sodass sie schwerer zu sehen sind
Mänaden
Auch bekannt als Bakkhanten, Bakkhai, Bassariden, Thyiai und Mimallonen, waren Nymphen im Gefolge des Gottes Dionysos. Diese Thyrsus tragenden Frauen vergnügten sich mit Satyren und Silenen (Silenoi). Sie sind eine Mischung aus Dryaden, Najaden und Oreiaden. Ihr Aufenthaltsort ist aktuell ein Mysterium.
Spezielle Fähigkeiten: können Ekstase & Wahnsinn verstärken, haben eine gesteigerte Körperkraft & Schnelligkeit